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Accept - Biographie

Denkt man an Metal aus Deutschland, muss man ganz zwangsläufig den Namen Accept erwähnen. Während ihrer erfolgreichsten Phase in den Achtzigern waren sie das Aushängeschild der deutschen Heavyrock-Szene.

Angefangen hat alles Anfang der Siebziger, als Udo Dirkschneider die Band in Solingen aus der Taufe hebt. Auf einem semi-professionellem Level, mit ständig wechselnden Bandmitgliedern, spielt die Band einige Jahre Gigs, ohne etwas Entscheidendes reißen zu können. Erst als Accept 1976 auf einem Festival (Rock am Rhein) auftreten, bekommen sie größere Aufmerksamkeit. Vom Fleck weg unterschreiben sie einen Plattenvertrag und machen sich an die Aufnahmen zum Debut. Zum Line-Up zählen damals neben Dirkschneider Frank Friedrich (Schlagzeug), Wolf Hoffmann (Gitarre), Peter Baltes (Bass) und Gerhard Wahl (Gitarre), der jedoch schon bald durch Jörg Fischer ersetz wird. Das Ergebnis der Arbeit, schlicht Accept betitelt, lässt kaum erahnen, was da noch kommen sollte. Eine Produktion fürs Klo und unausgereiftes Songwriting kennzeichnen die ersten Gehversuche der Solinger.

Als aber kurz darauf Stefan Kaufmann als neuer Schlagzeuger einsteigt, ändert sich das Bild. Schon das Nachfolge-Album "I'm A Rebel" stellt eine erhebliche Verbesserung dar, und mit dem von der späteren Knöpfchendreh-Ikone Michael Wagener produzierten "Breaker" ist auch das eigenständige Profil von Accept zu erkennen. Ein derbes Riffbrett der beiden Gitarristen Hoffmann und Jörg Fischer, unterstützt von der Präzision der Rhythmusgruppe von Kaufmann und Baltes und über allem thronend der ureigene Gesang der Röhre Dirkschneider. Mit dieser Platte können sie einen weltweiten Deal mit CBS an Land ziehen. Diesen haben sie einer gewissen Gaby Hauke zu verdanken, die sie seit diesen Tagen als Managerin betreut und sämtliche Texte schreibt.

Mit "Breaker" können sie ihren Bekanntheitsgrad weiter steigern. Mit dem Titeltrack, sowie "Son Of A Bitch" und "Burning" finden sich hier gleich drei Songs wieder, die zum ständigen Live-Repertoire gehören sollten. Managerin Gaby zieht für die Jungs einen Support-Slot für Judas Priest an Land und so tourt der Nachwuchs mit dem Metal-Überschiff zusammen durch Europa.

1982 steigt Jörg Fischer vor den Aufnahmen zu "Restless And Wild" aus und wird für Live-Auftritte von Herman Frank ersetzt - im Studio spielt Wolf sämtliche Gitarren-Parts selbst ein. Ohne zu übertreiben, kann man hier von einem Meilenstein der deutschen Metal-Geschichte sprechen. Das schnelle "Fast As A Shark" und die Hymne "Princess Of The Dawn" sind Hits, die jeder Liebhaber harter Klänge kennen sollte, ja sogar muss.

Ohne eine längere Pause einzulegen, spielen sie schon Ende des Jahres '82 "Balls To The Wall" ein, das wiederum begeisterte Kritiken erntet und Accept als Markennamen für qualitativ hochwertige Songs weiter festigt. Ende '83 steigt Jörg wieder in die Band ein und zusammen spielen sie eine Tour durch Europa, Asien und Amerika, bevor sie 1984 auf dem Monsters Of Rock-Festival ihren Triumphzug abschließen.

"Metal Heart" wird unter der Regie des Haus- und Hof-Produzenten der Scorpions, Dieter Dirks, eingespielt. So nimmt es nicht wunder, dass von der Aggressivität einiges verloren geht und die Ecken und Kanten verschwinden. Einige Fans der ersten Stunde haben dann schon genug, aber es gelingt Accept, noch mehr neue hinzu zu gewinnen. Mit dem nächsten Studio-Album "Russian Roulette" versucht man, verlorene Credibility zurück zu gewinnen, alles in allem klingt das Ergebnis nicht unbedingt inspiriert. Zwar ist dies immer noch Accept, aber weniger explosiv als noch drei Jahre zuvor. Zum ersten Mal ist eine Pause fällig, während der Udo Dirkschneider sein erstes Solo-Album "Animal House" aufnimmt - geschrieben und eingespielt wird das Teil vom Rest der Band.

Dann folgt der größte Fehler der Bandgeschichte. Nachdem Jörg wiederum Tschüss sagt, orientiert sich der Rest der Band an seichterem Hardrock amerikanischer Prägung, und da Udo alles andere als geeignet für diese Stilrichtung ist, muss Ersatz gefunden werden. David Reece ist der neue Mann und das Ergebnis "Eat The Heat" ist mit Abstand das schlechteste und grauenhafteste, was je unter dem Namen Accept das Licht der Welt erblickt. Kommerziell wie künstlerisch ist diese Scheibe ein absoluter Flop, kurz darauf ist die Band erst einmal Geschichte und die Mitglieder gehen vorerst ihre eigenen Wege.

Gaby Hauke ist es zu verdanken, dass es doch noch zu einer Reunion kommt. 1993 erscheint mit "Objection Overruled" ein solides Album, das alle wieder versöhnt. Auch die Nachfolger "Death Row" und "Predator" präsentierten Accept wieder in alter Frische. Trotzdem ist 1996 endgültig Schluss. Mit einem letzten Konzert in Japan verabschiedet sich eine der besten deutschen Metal-Bands, die es je gab, von der Bühne. Udo Dirkschneider macht übrigens mit U.D.O. weiter.

2004 kommt dann doch noch der Rücktritt vom Rücktritt. Für 2005 sind zwei Headliner-Slots auf Somemrfestivals geplant. Sie können es eben einfach nicht lassen.
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