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Adams, Ryan - Biographie
Was Robbie Williams mit seinem "Swing When You're Winning" geschafft hat, dürfte auch in Ryan Adams Reichweite liegen: ein generationsverbindendes Produkt zu repräsentieren, das Jung und Alt begeistert, ohne dabei künstlich oder politisch allzu korrekt zu wirken.
1974 in Jacksonville, North Carolina geboren, sammelt er in der Highschool als Frontmann der Punk-Band Patty Duke Syndrome erste musikalische Erfahrungen. Zum rebellischen Country-Sänger gewandelt, gründet er 1994 mit Caitlin Cary die Combo Whiskeytown. Das 95er Debüt-Album "Faithless Street" erziehlt genügend Aufmerksamkeit, um für den Nachfolger "Stragers Almanac" (1996) einen Major-Vertrag zu sichern. Jedoch führen Streitigkeiten, intensive US-Touren sowie Probleme mit Alkohol und Drogen ("Well, we were called Whiskeytown!" meint Adams dazu) zur Auflösung der Band. Während Cary eine Soloplatte aufnimmt, verschwindet "Pneumonia" Whiskeytowns letztes Album, für drei Jahre im Keller des Labels und wird erst 2001 veröffentlicht.
Adams nutzt die Gelegenheit und begibt sich auf Solopfade. Er spielt in Kneipen und nimmt für eine Tribute-Album ein Lied mit Country-Star Emmylou Harris auf. Das dramatische Ende einer Beziehung führt im Jahr 2000 schließlich zu seinem Erstling "Heartbreaker." Von Bob Dylans einfachem und emotionalm Stil beeinflusst drehen sich seine Lieder um Trauer, Verzweiflung und Hoffnung. "Eine Morrissey-Platte für das Country-Publikum," schreibt ein Kommentator stellvertretend enthusiastisch für die Musikbranche, die ihn als neue große Hoffnung feiert.
Ein Jahr später erscheint mit "Gold" das Album, das ihn endgültig auf die Cover der Musikmagazine hievt. Selbstbewusst nimmt er sich Stilen und Stimmungen von Bob Dylan über Billy Joel bis zu den Rolling Stones an und verwandelt sie in ein eigenes Produkt.
Ähnlich verfährt er auch auf seinen folgenden Alben, die er nun in immer schnellerer Folge aufnimmt. Nur dass seine Idole zu wechseln scheinen und Adams in neuerer Zeit vor allem The Smiths huldigt. Egal: Die Jüngeren kriegen gut klingende Lieder zu hören, ihre Eltern können sich in Erinnerungen schwelgen und sich freuen, dass nicht nur 60-Jährige noch ihre Musik spielen. Wie bei Robbie Williams eben.
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