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Apokalyptischen Reiter, Die - Biographie
Im Osten von Deutschland gibt es einige sehr ungewöhnliche Bands. Zu diesen gehören Die Apokalyptischen Reiter aus Thüringen. Die beiden ersten Reiter hören Mitte 95 auf die Namen Eumel (g, voc) und Skelleton (dr, voc). Da es sich laut der Sage aber um vier Reiter handelt, stoßen wenige Woche später Dr. Pest (keys) und Volk-Man (b) hinzu. Da die vier, genau wie ihre Namensvettern, auf sämtliche Konventionen scheißen, ist ihre Musik nur mit den schönen Wort "extrem" zu bezeichnen.
Nachdem sie sich mit dem deutschen Label Ars Metalli geeinigt haben, erscheint im Dezember 97 ihr Debüt "Soft & Stronger". Schon darauf verwursten sie so ziemlich alle harten Musikstile miteinander, streuen aber auch mal gern eine Flöte oder Pianoklänge ein und schaffen dabei das Kunststück, ihren roten Faden nie aus den Augen zu verlieren. Acht Monate später kommt die EP "Dschinghis Khan" und wieder sechs Monate danach der zweite Longplayer "Allegro Barbaro". Auf beiden Veröffentlichungen zeigt sich, dass Die Reiter an ihrem Stil gearbeitet haben, ohne ihn grundlegend zu verändern.
Im Laufe der Jahre erspielen sie sich hauptsächlich in den östlichen Nachbarländern, aber auch in Deutschland einen immer besseren Ruf, was der Band Ende '99 einen besseren Vertrag beim holländischen Label Hammerheart einbringt. Obwohl sich alles eigentlich hervorragend entwickelt, entschließt sich Skeletton dazu, Die Reiter zu verlassen. Glücklicherweise finden diese in Sir G. recht schnell einen fähigen Ersatz. Den Kreischgesang von Skeletton übernimmt fortan Volk-Man, da es sich dabei um ein durchaus wichtiges Markenzeichen der Band handelt.
Zur Jahrtausendwende heißt Eumel inzwischen Fuchs und das Quartett beglückt die Welt mit ihrem besten Werk: "All You Need Is Love" etabliert sich bei Fans und Presse und verschafft den Reitern im Frühjahr 2001 eine Europatour mit Macabre. Der Begriff Crossover wurde im Extrem-Metal Bereich noch nie so treffend ausgefüllt, denn hier werden nicht nur Death, Thrash, Black und Heavy Metal gekreuzt, sondern auch in deutsch, englisch, russisch und finnisch gekreischt, gegrunzt, geschrieen.
Nach einem grandiosen Auftritt auf dem Wacken Open Air 2001 ziehen sie weiter kreuz und quer durch Deutschland, um ihren Sound in jeden Haushalt zu tragen. Erst 2002 melden sie sich mit neuem Material in Form von "Have A Nice Trip" zurück. Wie beim Vorgänger auch hat Andy Classen für einen fantastischen Sound gesorgt, die Thüringer pflügen wieder durch die Musikstile wie die Wildsau durch's Rübenfeld. Inzwischen bei Nuclear Blast untergekommen, scheinen die vier Verrückten kaum mehr zu stoppen.
Jetzt ist erst mal wieder touren angesagt, und um das erfolgreich über die Bühne zu bringen, holen sie sich mit Pitrone einen zweiten Gitarristen in die Band. Zunächst geht es im Vorprogramm der Bay Area-Veteranen von Testament auf die Bretter. Wie nicht anders zu erwarten, passen sie dort ebenso gut ins Programm, wie anschließend bei Subway To Sally. Was folgt ist eine eigene Headlinertour im Frühjahr 2004 und grandiose Auftritte auf dem WWF, dem WOA und dem Summer Breeze, bevor das neue Album ansteht.
Im benachbarten Dänemark nehmen sie die Scheibe unter der Regie von Tue Madsen (Mnemic, The Haunted, Cataract oder Heaven Shall Burn) auf. Dieser ist mit den fünf Irren beinahe überfordert, wird aber schnell zum Fan der musikalisch unberechenbaren Ostdeutschen und verpasst "Samurai" einen kernigen Sound. Der Limited Edition des Albums liegt noch eine Bonus-DVD bei, auf der es die Bandhistory, Interviews und ein paar Clips zu sehen gibt.
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