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Celtic Frost - Biographie

Obwohl Celtic Frost schon seit über einer Dekade als Kultband gelten, geht die combo selbst schon aus einer anderen Truppe hervor, deren Namen nur mit allergrößter Ehrfurcht genannt wird: Hellhammer. Dieses Trio tut sich 1982 in Zürich zusammen und besteht aus Sänger/Gitarrist Tom Warrior (eigentlich Thomas Gabriel Fischer), Basser Steve Warrior und Drummer Bruce Day. Unter dem Einfluss der New Wave Of British Heavy Metal und der wesentlich extremeren Venom, spielen sie einige Demos ein, die musikalisch gesehen unter aller Sau sind, jedoch für einige Aufregung im Underground sorgen. Mit Martin Eric Ain am Bass und Stephen Priestly an den Drums bietet ihnen das aufstrebende deutsche Label Noise Records einen Vertrag an und packt zwei Songs von Hellhammer auf einen Sampler namens "Death Metal" obwohl außer Hellhammer eigentlich keine der vertretenen Bands dieser Stilrichtung frönt.

Da aber auch die musikalischen Fähigkeiten und Ansprüche von Tom und Martin steigen, kommen sie zu dem Schluss, dass Hellhammer ihren Zweck erfüllt haben und etwas Neues her muss. Somit rufen sie im Mai 1984 Celtic Frost ins Leben und erregen mit ihrem satanistischen Auftreten in der ach so liberalen Schweiz mächtig Aufsehen. Im Oktober desselben Jahres nehmen sie in Berlin ihr Debüt "Morbid Tales" auf. Schon kurz nach den Aufnahmen verlässt Bruce die Band, was sich aber beinahe als Glücksfall heraus stellt, denn mit dem Amerikaner Reed St. Mark (der später auch mit der Band Mindfunk kurze Erfolge feiern kann) kommt eine echte Verstärkung in die Band.

Nach einer kurzen Deutschland Tour nehmen sie die "Emperor's Return" EP auf, machen dann, zurück in Zürich, einen Warm-Up Gig und fahren ihre erste größere Tour durch Deutschland und Österreich. Da sich Ains Engagement in Grenzen hält, holt sich Tom als Ersatz Dominic Steiner ins Boot. Mit ihm entsteht "To Mega Therion", doch kurz nach den Aufnahmen tauschen Ain und Dominic wieder die Plätze. Für das Coverartwork zeichnet kein Geringerer als der ebenfalls aus der Schweiz stammende H.R. Giger verantwortlich, der nicht nur als 'Erschaffer' von Alien Karriere gemacht hat. Auf der Scheibe setzt sich zum ersten Mal Toms Vorliebe für klassische Musik und elektronische Spielereien durch. Das Album ist ein Riesen-Erfolg und ermöglicht auch den ersten Auftritt in den USA auf dem World War III Metal Festival.

Im Sommer '86 schieben Celtic Frost eine weitere EP namens "Tragic Serenades" dazwischen, bevor sie zuerst mit Helloween und Grave Digger durch Europa touren und danach wieder nach Amerika schippern, um mit den Kanadiern Voivod und den deutschen Running Wild einen drauf zu machen. Auch mit ihrem dritten Werk "Into The Pandemonium" spalten Celtic Frost die Hörer wieder in zwei absolute Gegenpole, wobei ihre Anhänger neben der Bezeichnung Black Metal auch gerne den Begriff Avant-Garde Metal verwenden. Mit "Into The Pandemonium" bauen die Schweizer diesen Einfluss noch aus und entwickeln sich damit zu der am meist genannten Band, wenn man heutige Death und Black Metal Bands, auf ihre Einflüsse anspricht.

Mit dem Amerikaner Ron Marks holt sich Tom einen zweiten Gitarristen in die Band, um auch live die entsprechende Leistung bringen zu können und nach einem England Abstecher, machen sie sich zu ihrer bisher aufwendigsten US Tour auf. Doch von dort an geht es nur noch bergab. Häufige Streitereien mit Ron werden noch durch organisatorische und finanzielle Probleme mit Noise Records getoppt. Das geht so weit, dass die Roadies in New York sogar Equipment zurückhalten müssen, um von Noise bezahlt zu werden. Vollkommen desillusioniert löst Tom die Band auf und kehrt nach Zürich zurück.

Nach sechs Monaten gelingt es aber dem Schweizer Gitarrist Oliver Amberg, Tom zu einer Wiederbelebung von Celtic Frost zu bewegen. Mit Basser Curt Victor Bryant und dem alten Drummer Stephen Priestly gehen sie '88 in das Berliner Sky Trak Studio und beginnen mit den Aufnahmen zu "Cold Lake". Da Tom kein großes Interesse mehr an der Band hat, drücken Amberg und Produzent Tony Platt der Scheibe ihren Stempel auf und versuchen die Musik kommerziell auszuschlachten. Das Ergebnis hat mit dem traditionellen Frost-Sound so viel gemein, wie Dieter Bohlen mit qualitativen Anspruch; der Tiefpunkt scheint erreicht, als sich Celtic Frost auch noch ein Glam Rock-Image andrehen lassen und auf getigerte Spandexhosen, Haarspray und Schminke umsteigen.

Das Fiasko ist vorprogrammiert und trifft auch in voller Härte ein. Jedoch weckt dieser Umstand Tom aus seiner Lethargie und er feuert Amberg umgehend aus der Band. Ron Marks dafür zu reaktivieren ist aber auch nicht die beste Idee. Zwar spielt er "Vanity/Nemesis" mit ein, kratzt danach aber die Kurve und zwingt Bryant damit, vom Bass an die Gitarre zu wechseln. Das eröffnet die Möglichkeit, Martin Eric Ain zurück zu holen. Doch auch die recht gute "Vanity/Nemesis" Scheibe kann den angeschlagenen Ruf der Band nicht mehr retten und nach einer von Problemen geplagten Deutschlandtour, wollen Celtic Frost eine weitere US Tour starten. Dummerweise platzt aber der Deal mit EMI, welche die Band endlich aus dem Vertrag mit Noise Records lösen konnten - Tom und seine Mannen stehen ohne Deal und Enthusiasmus da. Somit veröffentlichen sie noch ein Best Of und ziehen sich danach aus der Öffentlichkeit zurück.

Er verbringt einige Zeit in den Staaten und fängt '94 unter dem Banner Apollyon Sun wieder an, Musik zu machen. Bei Sanctuary erscheint '98 die EP "God Leaves (And Dies)" und 2000 das Album "Sub". Im zur Seite steht unter anderen der Ex-Coroner Drummer Marky Edelmann und die Musik hat mit Celtic Frost überhaupt nichts mehr gemein. Viel eher bedient er sich bei vielen elektronischen Elementen und scheint sich in dieser Ecke auch sehr wohl zu fühlen.
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