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Corrosion of Conformity - Biographie

"So viele Bands werden in zehn Jahren über sich selbst lachen. Das wollen wir nicht." Pepper Keenan, Gitarrist und Sänger von Corrosion of Conformity, kann mit gutem Grund von seiner Band behaupten, dass sie sich nie einem Trend oder dem Musikbiz unterworfen haben. Das hat sie zwar nicht reich, dafür aber legendär unter ihren Kollegen gemacht. Die Südstaaten-Combo lebt seit ihren Anfängen in den frühen 80ern konsequent den Rock'n'Roll. Über die Jahre hat sich sowohl ihr Sound wie auch das Line-Up mehrmals geändert, doch ihre groovenden Riffs, eingebettet in ausgereiftes Songwriting, ziehen sich als roter Faden durch die Geschichte der Band.

Als der fünfzehnjährige Woody Weatherman mit offenem Mund ein Konzert von Black Flag verfolgt, hat das einen bleibenden Effekt. Er legt sich eine Gitarre zu, findet an der High School in Reed Mullin einen Drummer, und mit Mike Dean am Bass ist der Grundstein fuer COC gelegt. Mit dem Ziel vor Augen die "schnellste Band Amerikas" zu werden erscheint 1983 das Hardcore-Urgestein "Eye For An Eye". In einer Zeit als sich Punks und Metalheads noch gegenseitig die Köpfe einschlagen, vollzog die Band schon auf ihrer zweiten Scheibe die Fusion von Heavy Metal und Punk. Ihr Meisterstück legten die "Crossover-Pioniere dann mit dem Album "Blind" und dem Klassiker "Vote With A Bullet" ab.

Daraufhin folgte auch der kommerzielle Aufschwung. Ein Deal mit Sony/Columbia und zwei weitere Alben brachten sie bei MTV an den Start und von Beavis und Butthead wurden sie für "Cuuool" erklärt. Ihr neuer Status im Musikgeschäft zog 1998 mit "Drowning For A Daydream" auch eine Nominierung für den Grammy nach sich. Doch die Musiker waren mit ihrer Situation nicht glücklich. In Anbetracht von Ricky Martin auf dem selben Label erklärte Frontmann Pepper: "Die Jungs von Columbia hatten mit Rock nicht mehr viel zu tun und wir wollten nicht um jeden Preis auf einem Major bleiben. Also fragten wir sie, ob wir gehen konnten ... und sie akzeptierten, dass wir eine ehrliche Band sind. Also verabschiedeten wir uns und bekamen unsere Musik zurück."

Ehrlichkeit gegenüber ihnen selber ist COC genau so wichtig wie ihre politische Message. So kann es schon mal passieren das man sich auf ihren Konzerten für die Wahl registrieren lassen kann, wenn es denn nicht wegen übler Nachrede gegenüber der US-Regierung abgesagt wurde. Der Nationalismus und Rechtskonservatismus in Amerika und auch in der Musikszene ist ihnen ein Dorn im Auge. Diese Thematik ist Teil der Gruppe, genauso wie ihre öffentliche Unterstützung für Amnesty, PETA und Greenpeace. Als einen Monat nach den Anschlägen vom 11. September noch ganz Amerika nach Rache schrie, machten COC mit einer Veranstaltung zur Unterstützung einer afghanischen, pro-demokratischen Frauenvereinigung, die unter anderem Schulen für Mädchen einrichtet, auf ihr politisches Engagement aufmerksam.

Nach ihrer langen Reise durchs Musikgeschäft, sind die gereiften Jungs mit ihrem letzten Studioalbum "Americas Volume Dealer" inzwischen bei toughem Blues-Rock angekommen, dem neben Akustikgitarren auch mal ein Klavier beiwohnt. Denoch sind sie ihren Wurzeln treu geblieben und ziehen ihr eigenes Ding durch, das sicherlich nicht eines Tages der Lächerlichkeit preisgegeben ist.
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