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Echo and the Bunnymen - Biographie
Schwarze, hochgestellte Haare, dunkle lange Trenchcoats, Post-Punk und traurige, komplizierte Texte über alles Schlechte dieser Welt. Das waren Echo & the Bunnymen 1978, als sie ihre Gründung feierten. Ian McCulloch, Will Seargant, Les Pattinson und Pete de Freitas erfanden zwar keine neue Musikrichtung, aber sie gaben ihr Gestalt. Nicht ganz so düster wie Joy Division und nicht so schwierig wie Eyeless in Gaza trafen sie damals den Nerv der Zeit.
"Ocean Rain", ihr drittes Album, war 1984 der Durchbruch. Doch statt weiterzumachen, wurde die nächste Platte "The Game" ein äußerst durchschnittliches, flaches Popalbum. Die Band schob das auf das Ausscheiden ihres fünften Mannes Bill Drumond zurück, der neue Weg gehen wollte und das mit KLF auch tat. Ian McCulloch sah keine Möglichkeit aus dem kreativen Dilemma wieder aufzutauchen und verließ die Band. Der Rest von Echo & the Bunnymen suchten sich einen neuen Sänger und veröffentlichten 1990 das Album "Reverberation". Ian McCulloch verklagte die Band, bekam aber vor Gericht kein Recht. Das Album wurde der Megaflop; niemand wollte Echo & the Bunnymen ohne Ian McCulloch hören und so versuchten sie erst gar nicht, eine zweite Platte herauszubringen.
Auch Ian McCullochs Platten hatten nicht die gewünschten Verkaufszahlen erzielt. Also gründete er zusammen mit Will Seargant Electrafixion. Deren Platte war zwar auch nicht der erhoffte Erfolg, aber man redete wenigstens außerhalb des Gerichtes wieder miteinander. Sie merkten, dass sie sich privat immer noch was zu sagen hatten und riefen Les Pattinson an, um Echo & the Bunnymen wieder ins Leben zu rufen. Pete de Freitas war leider schon 1989 bei einem Unfall ums Leben gekommen.
Mit dem Album "Evergreen" zeigten sie dann, dass sie nicht zum alten Eisen gehören und auch heute noch wunderschöne Musik schreiben können. Zwar wesentlich kommerzieller als zu Anfang, aber nicht so platt wie auf "The Game". Sozusagen die richtige Musik, um an regnerischen, kalten Tagen in seinem Bett zu liegen und an all die armen Menschen zu denken, die jetzt draußen in der Welt des Bösen arbeiten müssen.
2002 erscheint ein gelungener Live-Mitschnitt namens "Live In Liverpool". Das Cover ist schummrig grau, ähnlich der Stimmung, die viele Bunnymen-Songs zu verbreiten scheinen. Mit stolzen siebzehn Songs verdeutlichen McCulloch und Co. nebenbei eindrücklich, wie sehr sich die Reunion von '97 rentiert hat.
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