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Rap
Rap - Rap, vom amerikanischen Slangwort für “vollquatschen” : eine Erfindung schwarzer Kids aus dem Ghetto, “wo das quicke Wort nicht selten als Machete für den Kampf durch den Großstadt-Dschungel taugt” ( Der Spiegel). Die Rapper legten über ein simples Disco-Grundmuster aus Bass- und Schlagzeugfiguren einen rhythmisch präzise angepassten Sprechgesang, der mit Zungenakrobatik den Jargon der Kiez-Kneipen, Spielhöllen, Sportplätze, Schulhöfe in clevere Reime fasste und schwarzen Straßentalk zur poetisch-verrückten Litanei verklärte. Dabei behandelten die Rap-Artisten Sprache und Wörter wie virtuose Basketball-Dribbler den Ball : Die Sturzflut ihrer zum “funky beat” gesprochenen Verse spülte rotzige Anmerkungen über Sex und Geld und narzisstisch- prahlerische Lobessalven über die eigene Größe heraus und mündete nicht selten in unverhohlene Aggressionen (Gangsta Rap). Die freche, selbstbewusste Straßenpoesie, die im Talking Blues einen Vorläufer hat, war dabei auch das trotzige Echo auf Verzweiflung und Wut über Ghetto-Zustände und Diskriminierung. Zu den stilprägenden Rap-Artisten gehörten Sugar Hill Gang, Kurtis Blow, Grandmaster Flash and the Furious Five, Run-D.M.C., Public Enemy, Salt 'n Pepa.
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