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Tinnitus

Der Tinnitus aurium (lat. "das Klingeln des Ohres") oder kurz Tinnitus beschreibt Geräuscheindrücke, die nicht durch ein Schallereignis ausgelöst werden.

Der Tinnitus ist eine Folge einer Störung der Hörfunktion des Menschen, also ein Symptom. Es äußert sich unter anderem als

ein oder mehrere Pfeiftöne
Rauschen
Donnern
Zwitschern
Stimmengewirr
Es gibt nicht immer ein reales Geräusch, das den selben Höreindruck wie der Tinnitus verursacht.

Besonders in den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der Tinntuspatienten in den westlichen Industrieländern dramatisch angestiegen. Man spricht daher in Deutschland bereits von einer Volkskrankheit.

Ursachen
Es sind einige Ereignisse bekannt, die einen Tinnitus auslösen können. Dazu gehören:

Knalltraumata
Sauerstoffmangelversorgung des Innenohrs
Tauchunfälle
Vergiftungen
Dauerlärm
Stress

Therapien
Bei der Diagnose Tinnitus aurium werden verschiedenste Therapien angwandt, von denen keine garantiert Erfolg verspricht. Zu Beginn erfolgt meist eine medikamentöse Behandlung mit Vitamin E-Präparaten, Magnesium, Kortison sowie durchblutungsfördernden Tabletten (z.B. ein pflanzliches Gingko-Präparat) und/oder Infusionen. Desweiteren gibt es Therapieformen aus dem alternativen Spektrum wie Akupunktur sowie teure und aufwendige schulmedizinische Verfahren wie eine Sauerstoffzelttherapie. Entspannungsübungen wie z. B. Autogenes Training können die Chance auf Linderung drastisch verbessern. Die Chance auf eine vollständige Heilung des Tinnitus ist in den ersten drei Monaten noch sehr hoch. Wichtig ist in dieser Phase möglichst wenig Stress, keine zu starke akustische Belastung, aber unbedingt akustische Ablenkung (z. B. leise rhythmische Musik), um sich nicht auf das Ohrgeräusch zu konzentrieren. Absolute Stille führt zur Konzentration auf das Ohrgeräusch und verstärkt es somit. Nach drei Monaten spricht man von einem chronischen Tinnitus. Dann ist es vor allem wichtig, dass der Patient lernt mit dem Ohrgeräusch umzugehen. Oft tritt nach längerer Zeit eine Gewöhnung an das Geräusch ein und der Patient empfindet es nicht mehr als so stark störend wie zu Anfang. Hierbei können psychologische Hilfe und Selbsthilfegruppen den Patienten unterstützen.

Wer den Verdacht hat, von Tinnitus betroffen zu sein, sollte umgehend einen HNO-Arzt aufsuchen. Je früher der Tinnitus behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen.
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